oder auch eine fabelhafte Schriftstellerin. Und wenn nicht das, dann zumindest eine Journalistin mit einem Hochglanzleben.
Und manchmal möchte ich aber auch ausziehen, in die Provence, mich von Brioche und Käse, oh fromage, magnificient fromage ernähren und viele kleine Franzosenkinder in die Welt setzen.
Für heute jedoch bin ich erst mal Maman’s kleines Töchterchen, das für ein paar Tage nach hause kam, verwöhnt und umsorgt zu werden.
Ich weiß nicht genau was passiert sobald ich meinen Fuß über die Türschwelle setze, meine Jacke auf den Esstisch schmeiße und nach meiner Maman rufe, aber ab da lege ich meine hart erkämpfte Selbstständigkeit und jegliche Weltkenntniss ab.
Im Wohnzimmer knistert das Holz und mein Bett duftet nach unbeschwerter Jugend, das Essen schmeckt nach Biogemüse und im Haus wird nur in Hausschlappen gelaufen.
Die Realität bleibt außen vor und ich bin wattigweich bis eben wattigweich langweilig wird.
