April 12, 2010
Fisch.

“Sehen Sie mein Herr, ich habe doch eigentlich gar kein Herz. Gestern starb mein Fisch, mein wunderbarer bunter Fisch und ich nahm ihn raus. Nahm ihn einfach so raus zwischen meinen Fingern, legte ihn auf mein Butterbrotbrett - oh ja ich habe ein eigens zum Butterbrote schmieren bestimmtes Butterbrotbrett. Na jedenfalls legte ich ihn darauf, wischte ihn trocken und rein vom Kot und Gestank und schlitzte ihn mit dem Apfelschneidemesser entlang des silbernen Streifens auf. Das Blut und die Gedärme quollen nur so über. Überraschend viel davon für so einen kleinen Zierfisch. Ich salzte und pfefferte ihn und briet ihn mit einer Apfleschneidemesserspitze in der kleinen Spiegeleierpfanne an. So lange bis die Haut knusprig und die Augen glasig wurden. Ich nahm mir die Spaghettigabel und spießte sie mitten in die Körpermitte, der dicksten Stelle eben und warf ihn aus dem Fenster.”

“Sitzen Sie deswegen hier? Totenschändigung?”

“Nein die haben mich hierhin gebracht, weil ich danach von der Brücke gesprungen bin. Zu den Fischen.”